Lesehappen - Es wird gelesen, was auf den Tisch kommt!

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15. Mai 2012

Neuerscheinung: Fantastic Artzine

Cover von Raven of Light/Lutz Buchholz Cover von Raven of Light/Lutz Buchholz

Für alle, die in Fandomerinnerungen der 1980er und 90er Jahre schwelgen, ist jetzt eines der letzten richtigen (= gedruckten) Fanzines erschienen.

 

Initiiert durch Lutz Buchholz, vielen Alt-Fandomlern bekannt unter seinem "Pseudo" LuBu, und genial umgesetzt von Michael Marrak, enthält das Fantastic Artzine auf 68 Seiten ein Vorwort von Carsten Scheibe (Macher des legendären Horror-Fanzines Nachtschatten) und ein Nachwort von Horst von Allwörden (Zauberspiegel) sowie Biogramme, Statements und vor allem viele, viele Zeichnungen einiger der bekanntesten Fandom-Illustratoren der Zeit.

Nämlich Malte S. Sembten, Stefan Atzenhofer, Manfred Lafrentz, Klaus G. Schimanski, Fabian Fröhlich, Christian Seipp (geb. Holl), Maikel Das, Thomas Knip, Jürgen Höreth, Thomas Hofmann, Katja Braasch, Michael Marrak, Rainer F. Engel, Lars Vollbrecht und Lutz Buchholz.

 

Bestellbar hier.

 

Viel Spaß damit -

Das Lesehappen-Team

 

07. Mai 2012

Woher nehmen Sie eigentlich immer ...

... Ihre Ideen?

 

Dies ist vermutlich die an Autoren am häufigsten gerichtete Frage – und die meisten Autoren beginnen daraufhin zu stottern, ringen um Wörter und verfallen am Ende in betretenes Schweigen. Während die einen versuchen, ihre Ideenfindung rationell zu erklären (so geschehen in einem aktellen Blog-Interview mit Kathleen Weise), glauben andere an göttliche Eingebung und Musenkuss. Aber eine wirkliche Antwort gibt es nicht, denn wer könnte schon mit befriedigender Sicherheit erklären, woher plötzliche Gedanken kommen, die irgendwann zu Texten wachsen? 

 

Kollege Boris Koch hat auf diese Frage vor vielen Jahren einmal eine Art Antwort gefunden, die Eingang fand in der Geschichtensammlung Der Tote im Maisfeld. Der kurze Text Der Ideenfischer ist der Ausgangspunkt unserer Woher nehmen Sie eigentlich immer ...-Aktion, zu der es natürlich auch wieder etwas zu gewinnen gibt.

 

"Aber nichts ist schwerer als das Einschätzen einer Idee, manche holst du aus der Tiefe, päppelst sie monatelang in einem Aquarium, biegst sie zurecht, fütterst sie, aber letztlich findest du heraus, ihr Zwilling wurde längst verbraten, oder es waren gar Drillinge, selbst Tausendlinge treiben hier ihr Unwesen, und versauen dir die Köder, aber da kann man nichts machen." (Boris Koch, Der Ideenfischer)

 

Außerdem läuten wir mit dieser Aktion und diesem speziellen Buch den Geburtstag der Edition Medusenblut ein, die im Jahr 2012 ihren 15. Geburtstag feiert. 15 Jahre, 27 außergewöhnliche Bücher.

Herzlichen Glückwunsch, Kollege Koch!

Wir werden darauf zurückkommen in den kommenden Monaten, schließlich ist das Jubiläumsjahr noch lang ...

 

Das Lesehappen-Team

02. Mai 2012

Gewinner der Verlosungsaktion

Wieder einmal hat der Lostopf entschieden. Bei der Aktion zu Aschenputtels letzter Tanz von Kathleen Weise haben gewonnen: Sonja H., Olivia F. und Evelyn S. Herzlichen Glückwunsch.

 

Anmerkung der Autorin: Die Einsendungen haben uns großen Spaß gemacht. Es ist erstaunlich, was man bei einem kleinen Literaturrätsel alles über die Leser und über das eigene Buch erfährt. Hier also die Auswertung:

 

Auf die Frage Wie würde dein berühmtestes Buch heißen, wenn du Schriftsteller wärst? erhielten wir erstaunliche Titel. Am meisten gelacht haben wir über Familienmord in der Hoffnung, dass der Roman dahinter auch tatsächlich eine Satire ist und kein Sachbuch ;-)

 

Auf die Frage Eine von Harpers Ratten heißt Edgar, welche 3 Schriftsteller könnten sich dahinter verbergen? haben sich erstaunliche Favoriten aufgezeigt: Ungeschlagen auf Platz 1 steht Edgar Wallace, gefolgt von Edgar Allan Poe und Edgar Rice Burroughs [Tarzan!Yeah!].

Aber auch Edgar Rai, Edgar Hilsenrath, Edgar von Schmidt-Pauli, Edgar Güttge und Edgar W.A. Maass fanden mehrfach Erwähnung. [Die alten Kerle bringen's eben immer noch.]


Die beliebtesten Rattennamen waren Lewis nach C. S. Lewis, Fitzek nach Sebastian Fitzek (ob's ihn wohl freut?), Chloe nach Chloe Noël, Thomas nach Thomas Brezina, Greg nach Greg Iles, Friedrich nach Friedrich Schiller und Jane nach Jane Austen [die einzige Dame in der Runde, offenbar will man Ratten lieber nach Männern benennen].

 

Am interessantesten waren die Antworten auf die Frage Welches Buch ist wohl das Lieblingsbuch der Hauptfigur? Denn so konnte die Autorin gleich mal sehen, welchen Eindruck ihre Figur auf die Leser macht.

Offenbar kommt Harper als ein Mädchen rüber, das gern Gruselgeschichten liest, auf jeden Fall eben Edgar Allan Poe oder auch Arthur Conan Doyles Der Hund von Baskerville oder Wallaces Der Hexer. Aber auch Klassiker wie Nathan der Weise werden erwähnt oder Der Herr der Ringe. [Mit den modernen Schinken hat sie's wohl nicht so.]

Und manche Leser stellen (vermutlich zu recht) die Vermutung an, dass Harper die beiden folgenden Bücher gelesen hat: Sturz in die Tiefe von Hans Ahner, dort wird das Leben von Melli Beese beschrieben, und Flügel am Horizont, die Geschichte der ersten deutschen Pilotin.

 

Wir hoffen, das kleine Litarturrätsel hat euch genauso viel Spaß gemacht wie uns - das Lesehappen-Team

 



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